Was glauben wir? …
Einzige Grundlage unseres Glaubens und Lebens ist die Bibel. Wir erkennen und bezeugen: jeder Mensch ist bei Gott wertvoll. „Denn GOTT hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“. (Johannnes 3,16) JESUS CHRISTUS starb am Kreuz stellvertretend für die Sünde aller Menschen. Deshalb kann er jedem, der an ihn glaubt, die Schuld vergeben und ein neues, ewiges Leben schenken. JESUS CHRISTUS ist nach seinem Tod auferstanden und zurück zu seinem GOTT-VATER gegangen. Wenn die Zeit gekommen ist, wird er wiederkommen, dann muss sich jeder Mensch vor ihm verantworten. Wir bekennen: nur bei GOTT findet der Mensch inneren Frieden, echte Freude und gültige Antworten auf die Frage nach dem Sinn seines Lebens. Auch als Christen sind wir nicht unfehlbar und haben es deshalb nötig, dass GOTT uns immer wieder vergibt. Das persönliche Gespräch mit GOTT ist das Gebet. Es gibt uns die Kraft, die wir für den Alltag brauchen. 

Wer sind wir? …
In der Bibel steht im Evangelium nach Matthäus: „Einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder“. Deshalb sind Brüdergemeinden evangelisch-freikirchliche Gemeinden ohne Ämterhierarchie. Innergemeindliche Anliegen und die Vertretung außerhalb der Gemeinde werden von leitenden Brüdern wahrgenommen, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Zur Gemeinde gehören Menschen, die ihre Schuld vor GOTT bekannt, Vergebung dafür erfahren haben und auf eigenen Wunsch hin getauft wurden. Wir verstehen den Glauben an JESUS CHRISTUS als persönliche und freiwillige Gewissensentscheidung, aber auch als lebendige Beziehung in unserem Lebensalltag. Diese Erfahrung teilen wir gern mit anderen Menschen, darum stehen unsere Versammlungen allen Menschen offen. Wir unterhalten vielerlei Gemeinschaft und Verbindung mit Christen anderer Benennung. Wir verstehen uns als Teil aller an Jesus Christus Glaubenden in der ganzen Welt und lehnen jeden sektenhaften Anspruch ab, die einzig richtige Form christlichen Lebens zu haben. Wir erheben keine Kirchensteuer. Die Finanzierung unserer Arbeit erfolgt ausschließlich über freiwillige Spenden.

Woher kommen wir? …
Brüdergemeinden entstammen Ende des 19. Jahrhunderts einer geistlichen Erweckung in England. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. Gemeinden dieser Art gibt es heute weltweit. Die Evangelisch-Freikirchliche Brüdergemeinde Bautzen besteht seit etwa1930.

Wissenswertes über Brüdergemeinden
Brüdergemeinden erheben keine Mitgliedsbeiträge. Alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte sind grundsätzlich kostenfrei. Brüdergemeinden decken ihren finanziellen Bedarf aus freiwilligen Spenden ihrer Mitglieder und Freunden, wobei Unterstützungen der Gemeinden untereinander üblich sind. Brüdergemeinden stehen in Verantwortung zu vielerlei Nöten in der Welt. Sie unterhalten eigenständige Missionsarbeiten auf allen Kontinenten. Brüdergemeinden haben eigene Ausbildungseinrichtungen für ehren- und auch hauptamtliche Tätigkeiten aller Art für die Gemeindearbeit. Brüdergemeinden betreiben Erholungs-, Freizeit-, Jugend-, Alten- und Pflegeheime. Brüdergemeinden erkennen im jüdischen Volk ihre geistlichen Wurzeln. (Das Heil ist aus den Juden.“, Johannes 4,22) und verurteilen jede Form von Antisemitismus.
Brüdergemeinden stehen allen offen. Gäste sind jederzeit herzlich willkommen.

Brüdergemeinden – eine Stimme im weltweiten Chor von Christen
Was glauben wir?

Wer oder was ist GOTT? – Gott ist rational, d.h. vernunftmäßig, nicht fassbar. Dass Gott Realität ist, davon sind (fast) alle Menschen seit Urzeiten überzeugt. In ihrer Überzeugung – oft ist es auch nur eine verschwommene Ahnung – haben sie seit jeher versucht, sich Gott zu erschließen bzw. sich ihm zu nahen. Daraus entstanden eine Vielzahl von Religionen (religio= vom Gewissen gelenkte Auseinandersetzung mit einer überirdischen Macht). Wir sind überzeugt davon, dass sich Menschen Gott nicht erklärbar machen können – im Gegenteil, Gott erklärt sich uns. Wir nennen es „offenbar machen“. Gott offenbart sich uns Menschen auf verschiedene Weise.
1. Schöpfung
Allen offensichtlich und vor allen Augen ist Gottes Schöpfung. Das All in seinen erforschten und unerforschten Tiefen, alles pflanzliche und tierische Leben sowie der Mensch – alles ist Materie gewordene Offenbarung seiner Macht und Kreativität.

2. Die Bibel
GOTT offenbart sich, indem er zu Menschen redet und das Wichtigste davon durch Menschen aufschreiben ließ. Das ist die wahrhaft „Heilige Schrift“ – die Bibel. In der Heiligen Schrift offenbart er sich als der „Dreieinige Gott“ – GOTT-Vater, GOTT-Sohn und GOTT-Heiliger Geist.

3. Jesus
Höhepunkt der Offenbarung Gottes ist, dass GOTT-Sohn Mensch wurde und Jesus heißt. Dessen gedenken wir, wenn Weihnachten gefeiert wird. Die etwa 33 Jahre des irdischen Lebens Jesu ist das Wundersamste, was je auf unserer Erde geschehen ist. Jesus sagt hier auf der Erde: „Das Reich Gottes ist jetzt mitten unter euch“! Das irdische Leben des „GOTT-Sohn“ wird in der Bibel aus vierfacher Perspektive geschildert – die so genannten vier Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Am Ende aller Schilderungen stehen die letzten Wochen dieses Lebens. Jesus starb unter unwürdigen Umständen an einem Kreuz, dem Hinrichtungsinstrument der Römer. Tausende Menschen starben ebenso an solch einem Kreuz – sie alle sind vergessen. Warum ist der Tod Jesu an einem Kreuz nicht in Vergessenheit geraten? Warum ist dieses Kreuz zum Symbol aller Christen geworden? Der dreieinige Gott hat an diesem Kreuz, an dem schuldlosen GOTTES-Sohn Jesus für die Schuld und Verfehlung aller Menschen – die Bibel nennt es Sünde – sein gerechtes Urteil vollstreckt. Jesus opferte sich für unser aller Sünde, weil er uns liebt und uns vor dem Todesurteil (fern von Gott in aller Ewigkeit) retten wollte.
Dieser Opfertod ist eine einmalige Vorleistung Gottes, ein Gnadenangebot, das wir annehmen, ignorieren oder ablehnen können. Die Annahme nennt die Bibel GLAUBEN. Im Markus-Evangelium steht: „Wer glaubt und getauft wird, wird errettet – wer nicht glaubt, wird verdammt“. Vor Gott zählt nicht unsere Leistung, sondern unser Glaube an die Leistung Jesu am Kreuz. Der Anfang dieses Glaubens vollzieht sich in drei Schritten:

1. Anerkennung der eigenen Schuld vor Gott durch Bekennen derselben und der Bitte um Vergebung.
2. Persönliche Aneignung des von Jesus am Kreuz bewirkten Freispruchs von der eigenen Schuld durch ein Dankgebet.
3. Übereignung des eigenen Lebens an Jesus in der Zusage: „Ich will fortan dir gehören – du hast Eigentumsrecht an mir!“.

Diese drei Schritte stellen den Beginn eines neuen Lebens dar. Die Bibel nennt diesen Vorgang „Wiedergeburt“. Weil Jesus ohne eigene Schuld freiwillig starb, hat Gott ihn nicht im Tod gelassen, sondern hat ihn auferweckt zu neuem Leben. Christen feiern dieses Geschehen zu Ostern. – Nach 40 Tagen hat Gott den Auferstandenen Jesus von der Erde weggenommen (Himmelfahrt). Fortan sitzt er zur Rechten des Thrones Gottes und wartet auf den Tag, da er wieder kommt. Am Tag seiner Himmelfahrt sprachen Gottes himmlische Boten (Engel) zu den verblüfften Menschen: „So, wie ihr ihn habt hingehen sehen, also wird er wieder kommen“. Dann, so steht’s geschrieben: kommt Jesus nicht als Mensch und Retter, sondern als der von Gott Erhöhte, der „Gesalbte – Christus“, als Richter der Lebenden und Toten. Er wird sein gerechtes Urteil sprechen über alle, die sich dem Glauben an seinen Sühnetod verweigert haben. Die Gemeinde aller Glaubenden in aller Welt ist eine wartende Gemeinde auf ihren wiederkommenden Herrn. Die Bibel nennt das eine „lebendige Hoffnung“, das ist kein lebloses „hoffentlich“.

4. Der Heilige Geist
Zehn Tage nach der Himmelfahrt Jesu erlebten die ersten Glaubenden in Jerusalem die bisher letzte sicht- und hörbare Offenbarung Gottes. „GOTT-Heiliger Geist“ kam aus dem unsichtbaren Gottesreich auf die Erde und offenbart Menschen in ihrem Inneren das Wesen Gottes. Daran gedenken Christen zu Pfingsten. Der Heilige Geist ist die göttliche Triebkraft, die gläubige Menschen veranlasst,
- Jesus zu ehren durch einen in der Heiligen Schrift beschriebenen Lebenswandel. Das ist die Nachfolge Jesu.
- die Liebe weiterzugeben, die Gott ihnen durch Jesus erwiesen hat. Das ist Nächstenliebe.
- den Auftrag erfüllen, den Jesus seinen Nachfolgern gab: „Geht hin in alle Welt und tragt die „Frohe Botschaft“ (das Evangelium) bis an die Enden der Erde. Das ist Mission.

Diese Ausführungen sind das, was Christen in den „Brüdergemeinden“ zu den Inhalten ihres Glaubens sagen können. Sollten Sie lieber Internet-Besucher Fragen dazu haben, so treten Sie mit uns in Verbindung!